Debatte: Die Größe von Unternehmen, eine Herausforderung

Auf der jährlichen Tagung im Rahmen der Sommerkurse der Baskischen Universität UPV kamen auf Einladung von Elkargi unter anderem Vertreter von BBVA, Confebask, Velatia, CIE Automotive, Mecalbe und Urkiola Fabricaciones, zusammen.



Laut Eduardo Aréchaga, Generaldirektor des Unternehmerverbandes Confebask, „ist es eine nachweisliche Tatsache, dass die Produktivität der Wirtschaften direkt mit der durchschnittlichen Größe ihrer Unternehmen zusammenhängt“. Die Analyse des baskischen Unternehmerverbandes zeigt, dass „im Gegensatz zu dem, was in anderen wichtigen Wirtschaften der Europäischen Union, wie z.B. Deutschland, festzustellen ist, die übermäßige Atomisierung unserer Unternehmen die unzureichende Unternehmensgröße, insbesondere im industriellen Bereich, zu einer ihrer größten Herausforderungen macht“.



Auf der Grundlage der Indikatoren, die BBVA Research zur Verfügung stehen, erklärte ihr Wirtschaftsexperte für die Region Nordspanien, Joseba Barandiaran, dass ausgehend von der Prämisse, dass „die spanische Wirtschaft ihren Exportanteil am BIP erhöhen muss“, um weiterhin auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig sein zu können, beim Angehen dieses Problems gerade „die Größe der entscheidendste Faktor dafür ist, ob ein Unternehmen exportiert oder nicht“. Laut Barandiaran „muss mehr intensive margin erreicht werden, mehr Export pro Unternehmen, ebenso wie mehr extensive margin, mehr exportierende Unternehmen“.


Josu Sánchez, Präsident von Elkargi, unterstrich seinerseits, dass „es sehr schwierig ist, auf einem globalen Markt Wettbewerb zu führen, wenn 98% der Produktionsstruktur des Landes aus KMUs mit weniger als 50 Beschäftigten besteht“. Gerade deshalb sind Unternehmen so wichtig, die sowohl unter den KMUs als auch unter den Mikro-KMUs eine Zugwirkung haben. Ein solches Unternehmen ist Velatia, dessen Vorsitzender Javier Ormazabal bei der Erläuterung des Entstehungsprozesses der Gruppe als Schlüsselfaktoren „die Strategie, das Engagement, den Prozess und Führungsrolle der Personen“ hervorhob.


„Projekte mit Führungsqualität“, hatte sie Fermín del Rio, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens CIE Automotive bereits genannt. Seiner Meinung nach „ist die Herausforderung zu wachsen Bestandteil der DNA eines jeden Unternehmensprojekts“. Damit die Entscheidungszentren im Baskenland lägen, sagte er deshalb zum Abschluss, sei es eben auch wichtig, „dass eine ganze Reihe von Unternehmen groß sind“.
Die obersten Vertreter zweier KMUs aus dem industriellen Bereich, Javier Alcoba, Vorstandsvorsitzender der Mecalbe Gruppe, sowie Eduardo Cobo, Leitender Geschäftsführer von Urkiola Fabricaciones, teilten ihre praktischen Erfahrungen mit den fast einhundert auf dieser Tagung vertretenen Unternehmen und unterstrichen, „es ist wichtig zu teilen, doch genauso wichtig ist es, unsere eigenen Ängste zu überwinden“.


Zum Abschluss der Vorträge ergriff Esteban Heredia, Vorsitzender von Elkargi Consultores, das Wort und erklärte, „heute ist es nicht nur eine Option zu wachsen, es ist ein Zwang des Marktes“. Wenn auch „die Größe ist zwar kein Ziel als solches, aber sie ist ein Mittel, damit die KMUs weiterhin wettbewerbsfähig sein können“.


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